Sonntag, 29. September 2013

Das Ende!?

Das Ende....
unserer Zeit mit eigenen Ponies,
eigenem Offenstall...

Die Abrissverfügung schwebt schon seit vielen, vielen
Monaten über uns, jetzt ist es soweit. Stichtag Mitte Oktober.

Die Zäune sind alle weg,
übrig bleibt ein Haufen Litze.

 Endlich haben sie die ganze Fläche!



Gestern haben wir den größeren der beiden Offenställe abgerissen:
Ein neuer Ausgang?! Kann ich da vielleicht raus? Auf's Gras?





Was für eine Arbeit, alles entnagelt, entschraubt, sortiert...

Das kam unter der Dachpappe zum Vorschein.
Und was machen unsere Schwälbchen, die uns all die Jahre treu waren
im kommenden Jahr???




Die Zaunpfähle mussten zum großen Teil mit dem Trecker rausgezogen werden.


Fritz stört das Chaos wenig, ungerührt bahnt er sich seinen Weg zum Futtereimer.


Und so sah es heute morgen um 8 Uhr im Licht der ersten Sonnenstrahlen aus,
unser Haufen Schrott.


 Das Ende?!
Einer Zeit, Kindheitsträume zu verwirklichen
und es doch nicht zu tun, weil vor lauter Arbeit keine Zeit zum Reiten war?

Einer Zeit, Kindheitstäume zu verwirklichen 
und es auch zu tun?
Galopp ohne Sattel durch den Wald!
Mit Schlitten und Glöckchen durch ein Wintermärchen!
Mit den Pferden lange Ausritte an Schlei und Ostsee in den Sommerferien!
Gemeinsame Arbeitseinsätze!
Osterfeuer auf der Weide! Grillfeste!
Kinderglück mit Pferden, Ziegen und Hund!
Treckerfahren!
Weide schleppen!
Eigenes Heu machen!
Die ersten Sonnenstrahlen der Tage mit dem Schnauben und Kauen
der Heu fressenden Pferde genießen!
Staubkörnchen im Gegenlicht!
Ich kann ihnen dabei lange zusehen und zuhören!
Galopp im Frühling auf das erste frische Grün!

Schubkarren voll Mist mühsam durch knöcheltiefen Matsch!
Dauerregen und Wind und trotzdem Weidedienst haben.
3x am Tag zu den Pferden, auf's Gras, vom Gras, ....
Eimer füttern.
Tierarzt rufen!
Müheloser Tölt durch den Wald!


Es war all das und noch viel mehr!


Die Ponies sind gut untergebracht, sie bleiben alle zusammen.
Fritz geht in den wohlverdienten Ruhestand und wird liebevoll umsorgt.
Mogli haben wir ja schon vor längerer Zeit verkauft.
Donna ist Therapiepferd geworden und macht ihre Sache gut.


Das Ende?!
Ich behalte eine Reitoption, solange Donna reitbar bleibt.
Zeit, Kindheitsträume zu verwirklichen?
Zeit, es auch zu tun, jetzt, wo ich keinen Weidedienst mehr machen muss???






Liebe Grüße von Julia
















Kommentare:

Sonja Hentschel hat gesagt…

....mir fehlen die Worte! Danke!

Seraphina´s Phantasie hat gesagt…

Liebe Julia,
vielen Dank für diese wunderbaren Bilder und Deine Worte. Ein Leben mit Pferden ist sicher beschwerlich und schön. Ein Ende ist auch immer ein Neuanfang...
Ganz viele liebe Grüße Synnöve

nadelhaft hat gesagt…

...ach Julchen...
<3 <3 <3

Ineke hat gesagt…

Das Ende?! Vielleicht. Ich wünsche Dir, dass Du all das ... Ausritte an der Ostsee ... Sonnenaufgang auf der Weide ... galoppierende Ponies ... Schlittenfahrten ... als Schatz in Erinnerung behalten kannst. Und als Zeichen dafür, dass sich Träume verwirklichen lassen. Und wer weiß - vielleicht gibt es für Dich immer 'mal wieder ein Date mit Donna ;-).
Alles Liebe von Ineke

Kleines Haus hat gesagt…

Huhu!

Ich bin grad erst über Deinen Blog gestolpert und hab noch nicht viel gelesen.
Aber dieser Post klingt wirklich traurig!!
Ich habe selber ein Pferd und könte mir niemals vorstellen es weg zu geben.
Es steht in einem ganz tollen Pensionsstall.
Ganz ehrlich.... zuhause möchte ich gar keine Pferde haben.
Das macht doch seeeehr viel Arbeit.


Lg
Claudia

Christiane hat gesagt…

Abrissverfügung ?! Das hört sich hammerhart an. Wir haben die Pferde (die nicht mehr geritten werden) auch hinter dem Haus und ich kann Deine Beschreibung von Freud und Leid der Pferdehaltung in Eigenregie gut nachvollziehen. Traurig, dass es zu Ende ist aber wie Du schreibst, sind die Pferde gut untergebracht und für Dich nicht aus der Welt. Ist bestimmt komisch, sie nicht mehr versorgen zu müssen. Mich würde das sehr irritieren. Mache das schon so lange.
LG Christiane