Dienstag, 15. März 2011

Unsinkbar?


Seit gestern habe ich ständig Bilder aus James Camerons Film Titanic vor Augen
und zwar jenes der Musiker, die unbeirrt weiterspielen,
obwohl Menschen um sie herum ums Überleben kämpfen,
sich mit Rettungsbooten befassen, obwohl es eh zu spät ist...
Das Bild gewinnt für mich noch mehr an Aktualität, seit ich nachgelesen habe,
was sie gespielt haben könnten.
Ich zitiere aus dem Buch
"James Camerons Titanic"
von ED W. Marsh:
"War das letzte Lied,das die Band gespielt hat wie allgemein angenommen,
"Näher, mein Gott zu dir"
oder war es der damals populäre Walzer
"Songe d'Automne"?
Die Aussagen der Überlebenden stimmen in diesem Punkt nicht überein
(obwohl die Mehrzahl der ersten Version Glauben schenkt,
da die Hymne ein persönlicher Favorit Wallace Hartleys war.)"

Die Frage, die ich mir stelle:
Welches ist mein Lied?


Herzlichst, Julia

Quellen des Textausschnitts und der Bilder:
Marsh, James Camerons Titanic
Die Bunte, Titanic- Film & Wirklichkeit

1 Kommentar:

Ineke Kluckow hat gesagt…

"Welches ist mein Lied?" Eine gute Frage. Für mich ist das abhängig von Situationen, von meiner Stimmung und meinen Gefühlen. Und so kann die Antwort einmal heißen "Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat" oder auch "Lord, I lift your name on high". Und zu anderen Zeiten ist mein Lied dann eher gedämpfter, vielleicht auch verzagter. Dann könnte es heißen: "Du bist mein Zufluchtsort" oder "Du siehst die Wunden und heilst mein Herz". Immer aber - und das ist mir beim Nachdenken deutlich geworden - würde mein Lied von Gott reden oder sich an ihn wenden. Denn ich weiß, dass ich nie tiefer als in seine Hand fallen kann. Und damit macht er mich "unsinkbar".
Liebe Grüße, Ineke