Montag, 14. Februar 2011

Neue Fellpuschel

 Die kleinen Leute von Swabedoo.

"Vor langer, langer Zeit lebten kleine Leute auf der Erde. Die meisten von ihnen wohnten im Dorf Swabedoo, und sie nannten sich Swabedoodahs. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann.

Was die Swabedoodahs am meisten liebten, war, einander warme, weiche Pelzchen zu schenken. Ein jeder von ihnen trug über seiner Schulter einen Beutel und der Beutel war angefüllt mit weichen Pelzchen. So oft sich Swabedoodahs trafen, gab der eine dem anderen ein Pelzchen. Es ist sehr schön, einem anderen ein warmes, weiches Pelzchen zu schenken. Es sagt dem anderen, dass er etwas Besonderes ist. Es ist eine Art zu sagen "Ich mag Dich!" Und ebenso schön ist es, von einem anderen ein solches Pelzchen zu bekommen. Du spürst, wie warm und flaumig es an deinem Gesicht ist, und es ist ein wundervolles Gefühl, wenn du es sanft und leicht zu den anderen in deinen Beutel legst. Du fühlst dich anerkannt und geliebt, wenn jemand dir ein Pelzchen schenkt, und du möchtest auch gleich etwas Gutes, Schönes tun. Die kleinen Leute von Swabedoo gaben und bekamen gern weiche, warme Pelzchen, und ihr gemeinsames Leben war ganz ohne Zweifel sehr glücklich und fröhlich."


An dieser Stelle muss ich den Text unterbrechen, es wird sonst zu lang. Durch einige geschickte Fragen gelingt es einem Kobold, Misstrauen in die Herzen zu säen. Und später beginnen die kleinen Leute auf sein Anraten hin, einander kalte, stachelige Steine anstelle der Pelzchen zu schenken.

"Die kleinen Swabedoodahs wurden misstrauisch. Man begann, sich argwöhnisch zu beobachten, man dachte darüber nach, ob der andere wirklich ein Pelzchen wert war. Manche trieben es soweit, dass sie ihre Pelzbeutel nachts unter den Betten versteckten. Streitigkeiten brachen darüber aus, wie viele Pelzchen der oder die besaß. Und schließlich begannen die Leute, warme, weiche Pelzchen gegen Sachen einzutauschen, anstatt sie einfach zu verschenken. Der Bürgermeister von Swabedoo machte sogar eine Erhebung, wie viele Pelzchen insgesamt vorhanden waren, ließ dann mitteilen, dass die Anzahl begrenzt sei und rief die Pelzchen als Tauschmittel aus.
 
Die grauen, stacheligen Steingedanken hatten sich zu fest in den Köpfen der kleinen Leute eingenistet. Man konnte es aus den Bemerkungen heraushören:

­Weiche Pelzchen? Was steckt wohl dahinter?

­Wie kann ich wissen, ob meine Pelzchen wirklich erwünscht sind?

­Ich gab ein warmes, weiches Pelzchen, und was bekam ich dafür? Einen kalten, stacheligen Stein! Das soll mir nicht noch einmal passieren.

Man weiß nie, woran man ist: heute Pelzchen, morgen Steine.


Wahrscheinlich wären wohl alle kleinen Leute von Swabedoo gern zurückgekehrt zu dem, was bei ihren Großeltern noch ganz natürlich war. Mancher sah auf die Säckchen in einer Ecke seines Zimmers, angefüllt mit kalten, stacheligen Steinen, auf diese Säckchen, die ganz eckig waren und so schwer, daß man sie nicht mitnehmen konnte. Häufig hatte man nicht einmal einen Stein zum Verschenken bei sich, wenn man einem Freund begegnete. Dann wünschte der kleine Swabedoodah sich im geheimen und ohne es je laut zu sagen, dass jemand kommen möge, um ihm warme, weiche Pelzchen zu schenken. In seinen Träumen stellte er sich vor, wie sie alle auf der Straße mit einem fröhlichen, lachenden Gesicht herumgingen und sich untereinander Pelzchen schenkten, wie in den alten Tagen. Wenn er dann aufwachte, hielt ihn aber immer etwas davon zurück, es auch wirklich zu tun. Gewöhnlich war es das, dass er hinausging und sah, wie die Welt "wirklich ist"!

Das ist der Grund, warum das Verschenken von warmen, weichen Pelzchen nur noch selten geschieht, und niemand tut es in aller Öffentlichkeit. Man tut es im geheimen und ohne darüber zu sprechen. Aber es geschieht! Hier und dort, immer wieder.

Ob Du vielleicht auch eines Tages ... ?"


Verfasser unbekannt

  
  

An diese Geschichte musste ich denken, als ich meine kleinen Fellpuschel in der Hand hielt, um sie zu fotografieren. Ich muss allerdings zugeben, dass ich sie in den allermeisten Fällen nicht verschenke.

 Grau und schwarz sind neu im Sortiment bei DaWanda, grau seit ein paar Tagen und schwarz seit gestern.

Sind ja gar nicht meine Farben, aber so vielen Frauen stehen sie fantastisch. Nach einigem Suchen fand ich auch die passenden Accessoires für die Fotos. Dank meines ausgeprägten Jäger- und Sammlergens habe ich auch schöne alte Flohmarktspitze in schwarz! Also Winter-  und Sommertypen, freut Euch!












Kommentare:

Sonja Hentschel hat gesagt…

Dieser Sommertyp (oder doch ein zarter Winter?) freut sich auf alle Fälle. Ich nenne ein paar der selten verschenkten weichen Fellchen mein Eigen. Herzlichen Dank!!
LG, Sonja

nadelhaft hat gesagt…

... und ich hab Dich auch sehr gern! *maldasneuepelzchenankuscheln*

silvermoon hat gesagt…

Herzlich Willkommen im grossen Bloggerland! :-)
LG
Claudine