Samstag, 26. Februar 2011

Ich habe (keine) Zeit!


Wir können Zeit gewinnen, verlieren, schinden, sparen, nutzen, vergleichen, verplanen oder stehlen. Die Zeit verrinnt, steht still, heilt, verfliegt, verstreicht, nagt an etwas, wird reif oder knapp.

In Psalm 36 lesen wir:
Meine Zeit steht in deinen Händen.“
 David hat diesen Psalm geschrieben, als er von Saul gejagt, verfolgt und mit dem Tod bedroht wurde. Da hatte er nach menschlichen Maßstäben nicht mehr viel Zeit.
Die meisten Menschen  stecken nicht so in der Klemme wie David damals.
Und dennoch gebrauchen wir häufig die Redewendung
„Ich habe keine Zeit.“
 
Viele leiden darunter, dass sie so wenig Zeit haben für Dinge, die ihnen wichtig sind, für Partner, Kinder und Menschen in ihrer Umgebung. Auf der anderen Seite dann Menschen, die nichts mit sich anzufangen wissen und die Zeit totschlagen.
 
Es gibt kluge Sprüche über die Zeit:
Phil Bosmans sagte: „Zeit ist keine Schnellstraße zwischen Wiege und Grab, sondern Platz zum Parken in der Sonne.“
Oder Seneca, der sagte: „Es ist nicht wenig Zeit, die wir zur Verfügung haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.“
Und von Leo Tolstoi gibt es folgende Äußerung: „Die wichtigste Zeit ist der Augenblick.“
Wir haben unsere Zeit von Gott. Er ist es, der unsere Zeit auf dieser Welt bestimmen möchte. Meine Zeit in Gottes Händen, das heißt aber auch: Die Zeit, die jeder hier auf Erden hat, ist Gottes Zeit, von Gott geliehen.
 
Beenden möchte ich diese Gedanken über die Zeit mit einer kleinen Geschichte:
Ein Mönch wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so ruhig und gelassen sein könne. Er antwortete. „Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich spreche, dann spreche ich.“ Da fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten. „Was soll daran Besonderes sein? Das tun wir doch auch.“ Er aber antwortete: „Nein! Denn: Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon. Wenn ihr steht, dann lauft ihr schon. Wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.“

Obiger Text und Gedanken stammen von
Ineke,
die unser Kaffee und Mehr- Thema vom Februar vorbereitet hatte. Ich habe den Text etwas umgestellt und gekürzt.
Von ihr stammt auch die Idee mit der Ziffernblatt-Deko! Super!


Als mein Großvater auszog, ließ er all die Uhren und Uhrenteile in unserem jetzigen  Keller zurück, die er nicht mehr hat restaurieren wollen oder können.
Da liegen sie nun unberührt seit fast 20 Jahren und ich konnte aus dem Vollen schöpfen!!









 

Kommentare:

Sonja Hentschel hat gesagt…

Zeit ist eine echte Herausforderung: die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zu tun und (wie bei mir häufig) auch nicht zu tun.
Liebe Grüße von Sonja
PS.: super schöne Bilder!!!!

Ineke Kluckow hat gesagt…

Deine Umsetzung meiner Deko-Idee ist so ganz anders geworden, als ich es mir ursprünglich mal vorgestellt habe: ausdrucksvoller, einladend zum Nachdenken über das Thema, einfach viel schöner! Danke!
Liebe Grüße von Ineke